"Er
hatte eine Art, seine Mären vom Meere vorzutragen, die ausgezeichnet dazu
angetan war, bei Einem von meinem begeisterungsfähigen Temperament und meiner
düsteren obwohl durchaus glühenden Einbildungskraft, schwer ins Gewicht zu
fallen. Meine Gedankenspiele waren von Schiffbruch & Hungersnot; von Tod oder
Gefangenschaft inmitten barbarischer Horden; von Lebenslänglichkeiten, dahingeschleppt
unter Kummer & Thränen auf irgendeinem grauen & verzweifeltisoliertem Geklipp
in Ozeanen, unbekannt & unbeschiffbar...
... flüchtige prophetische Gesichte von einer Bestimmung, die zu erfüllen
ich mich in gewissem Grade verpflichtet fühlte." (aus: E.A. Poe, "Arthur Gordon
Pym", übersetzt von Arno Schmidt)
Arthur
Gordon Pym
von Edgar Allan Poe
deutsch von Arno Schmidt
(C) 1994 by Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld und Haffmans Verlag AG Zürich
mit:
Bernd Neunzling
(Der Lesende)
Katharina Bihler (Die Lesende) Stefan Scheib (Bass,Soundscapes)
Thomas Bracht (Orgel, Synth)
Es geht um die abenteuerliche Reise des Arthur Gordon Pym zum Südpol in den
Jahren 1827/28 ... Der Protagonist in Poe's Story hatte zwar nicht unbedingt
die Absicht, so weit zu reisen. Doch was als Jungenstreich begann, wächst
sich im Sturm der folgenden Ereignisse zu einer waghalsigen Entdeckungsreise
aus. Die Meuterei auf dem Schiff, in dessen Frachtraum er sich als blinder
Passagier versteckt, bildet dabei nur den noch harmlosen Anfang. Ohne eine
Möglichkeit des Entrinnens führen ihn die weiteren Wechselfälle nicht nur
in ferne unerforschte Regionen der Erdkugel sondern auch in ungeahnte Abgründe
menschlichen Daseins. Poe läßt Pym buchstäblich durch die Hölle gehen bis
dieser sich schließlich dem Sog einer starken Strömung zum Südpol hin widerstandslos
überläßt in dem Gefühl, seiner Erlösung entgegenzufließen.
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"Perfekt
bettet Komponist Stefan Scheib (E-Bass) die am Rande des Wahnsinns dahin schlingernde
(Seelen-)Odyssee in moderne Klanglandschaften zeitlosen Zuschnitts"
(Saarbrücker
Zeitung)
"...Das
Liquid Penguin Ensemble bringt diesen konzentrierten Schrecken in einer sparsamen,
aber äußerst effektiven Inszenierung auf die Bühne..." (hunderttausend)
"...lebhafter
Beifall für das Liquid Penguin Ensemble und seine atmosphärische, spannende
Darbietung..." (TV,12/2001)
"Ein
Musik-Hör-Spiel der ganz anderen Art, das höchste Konzentration fordert, alle
Sinne gleichermaßen anspricht und zeigt, daß es immer wieder spannend und
interessant ist, mit neuen Formen der Darstellung zu experimentieren"
(SWR
2, Sendeprotokoll 2/2001)